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Die digitale Revolution der letzten Jahre hat uns alle über Nacht
zum Fotografen gemacht. Digitales Knipsen ist in. Bilder für Druck-
sachen kann nun jeder liefern. Die angelieferten Bilder sind aber
oftmals qualitativ ungenügend.
Farben und Formen ins rechte Licht zu rücken und mit dem Schat-
ten zu spielen ist eine hohe Kunst. Dafür braucht es den Fotografen.
Oft muss er sich auf ein Detail konzentrieren, um das Wesentliche
zeigen zu können. Das beste Papier, der Spitzenlithograf und der
engagierteste Drucker können ein schlechtes Bild nicht kompensie-
ren. Die Farben sind flau, Details gehen verloren. Alles wirkt irgend-
wie blass. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert.
Wir haben für unsere Inspiration Naturpapiere gewählt. Bei der Aus-
wahl der Bilder wurden deshalb folgende Kriterien beachtet: hoher
Kontrast, Details, Schärfe und klare, lebendige Formen. Vorallem
farbintensive und reine Farben lassen sich auf Naturpapier sehr gut
drucken.
Bei schweren und dunklen Bildern, bei denen Schatten zufallen kön-
nen, muss die Bildvorlage hohen Anforderungen erfüllen. Der Litho-
graf kann nun seine Fähigkeiten voll entfalten. Die nachfolgenden
lithografischen Anpassungen an das zu bedruckende Papier sind
entscheidend. Die Wirkung des Bildes mit den haptischen Eigen-
schaften eines Naturpapieres kann sich voll entfalten. Sogar kühle
und harte Materialien werden lebendig und erhalten Formen.
Talbot Lagot, Goutte d’Eau, Figoni Falschi, 1937
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| Profi-Aufnahme ohne Retusche |
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